1.Männer - 1. Runde Krombacher Pokal - 2011/2012
SC Eintracht
Miersdorf/Zeuthen
- FSV Union
Fürstenwalde
0 : 5 (0 : 1)

Aufstellung: SCEMZ
Stefan Spielau - Daniel Tauchmann, Gordon Burmeister, Sebastian Speiler (46. Bastian Brezinski), Marco Alisch - Steven Pälchen, Jan Wolter, Ronald Ullrich (34. Paul Meinert), Sebastian König - Daniel Gensigk, Dennis Meisel (70. Jonas Romrig)
Trainer:
Norbert Welzel
Aufstellung: FSV Union Fürstenwalde
Johannes Follert - Maximilian Weyer, Andreas Heyse, Jonas Schmidt, Maik Haubitz, Tim Lensinger, Mark Schmidt, Roland Richter, Christian Mlynarczyk (75. Daniel Dressler), Markus Spitzer (68. Bastian Fischer), Jan Mutschler (60. Gordon Griebsch)
Trainer: Mario Reichel
Schiedsrichter:
Daniel Köppen (Linthe) - Daniel Sievers, Thomas Buhl
Karten:
G: Wolter
Torfolge
0:1
0:2
0:3
0:4
0:5
Jonas Schmidt (2.)
Maik Haubitz (47.)
Roland Richter (FE, 72.)
Maik Haubitz (76.)
Daniel Dressler (84.)

Miersdorfer verlieren gegen den Oberligisten Union Fürstenwalde mit 0:5
Die frühe Ernüchterung
MIERSDORF - „Alles andere als ein Fürstenwalder Sieg wäre ja eine faustdicke Überraschung gewesen“, stellte Trainer Norbert Welzel klar, nachdem seine Miersdorfer Landesliga-Fußballer am Sonnabend das Landes-Pokalspiel gegen den Oberliga-Vertreter Union Fürstenwalde mit 0:5 verloren hatten. Dabei machte der Eintracht-Trainer aber kein Hehl daraus, dass er sich ein bisschen mehr ausgerechnet hatte, ein etwas knapperes Ergebnis nämlich und auch einen eigenen Torerfolg.

„Durch den schnellen Rückstand wurden unsere Pläne gleich durchkreuzt“, musste Welzel feststellen. „Das Pressing, das die Gäste entwickelten, bereitete uns erhebliche Probleme, und die zwei Klassen Unterschied machten sich dann auch bemerkbar.“

Dabei war der Eintracht-Trainer davon ausgegangen, Fürstenwalder Stärken und Spielweise recht gut zu kennen, „doch ein Unbekannter taucht immer wieder auf. „Dieser Unbekannte war diesmal Abwehrspieler Jonas Schmidt, der bei einem Freistoß im Miersdorfer Strafraum am höchsten sprang, den Ball mit dem Scheitel erwischte und unhaltbar in den linken oberen Dreiangel beförderte (2.).

Die frühe Führung spielte den Union-Fußballern zusätzlich in die Karten. Sie waren klar überlegen und erkämpften das Leder häufig schon in der gegnerischen Hälfte. Im Abschluss wirkten die Gäste mitunter aber recht selbstgefällig, so dass es ihnen in der ersten Halbzeit nicht gelang, ihre Führung auszubauen. Eintracht-Torwart Spielau machte mehrere Chancen zunichte, ein Schuss von Mlynarczyk touchierte die Querlatte, andere Versuche, so von Heyse, der nach Rückpass freie Schussbahn hatte (32.), verfehlten das Ziel.

Nach zunächst nur zaghaften Entlastungsversuchen kamen die Gastgeber dann auch zu einigen Angriffsaktionen. „Da schien ein Tor für uns ja keineswegs utopisch“, stellte Trainer Welzel fest. Nach Freistoßflanke lenkte Pälchen den Ball am linken Pfosten vorbei (21.), und bei einer gefühlvollen Hereingabe von König fand sich am Fürstenwalder Torraum kein Vollstrecker (29.). Kurz vor dem Pausenpfiff nahm König trotz einer Sechs-Mann-Mauer das linke Toreck aufs Korn, doch konnte Torwart Follert den Ball zur Ecke lenken.

Verletzungsausfälle von Ullrich, der im Gesicht getroffen wurde, und Speiler zwangen die Gastgeber umzustellen. Was zunächst einmal auf Kosten des Spielkonzepts gehen musste. Als Maik Haubitz dann gleich nach der Pause das zweite Fürstenwalder Tor erzielte, hatte sich die Chance auf eine faustdicke Überraschung endgültig erledigt. Ausgangspunkt war ein Rückspiel von Richter, worauf Maik Haubitz den linken Innenpfosten traf, und das Leder ins rechte Eck prallte.

Nachdem der Schiedsrichter ein Zupfen am Trikot ausgemacht hatte, verwandelte Richter den Elfmeter zum 0:3 (71.). Maik Haubitz erhöhte mit einem Heber, von der linken Seite ins lange Eck, auf 0:4 (76.). Nach einer scharfen Hereingabe sorgte Dressler aus Nahdistanz für den 0:5-Endstand. (Von Rainer Rosenthal)