ZEUTHEN - Mehr Spielanteile und ein klarer 4:1-Sieg. Die Miersdorfer Landesliga-Fußballer wiesen am Sonnabend gegen den Grünauer BC nach, dass sie in der Saisonvorbereitung einen hoffnungsvollen Stand erreicht haben. „Es wurde vieles richtig gemacht“, zeigte sich Trainer Norbert Welzel angetan. „Wir ließen nur wenige Grünauer Chancen zu und erzielten selber schöne Tore.“
Trotzdem sprach Welzel auch die Schattenseiten an: Dass seine Mannschaft nach der 4:0-Führung nachgelassen hätte, dass das Elfmeter-Gegentor zu meiden gewesen wäre, wenn die Spieler auf die Zurufe reagiert hätten, und dass einem brillanten Angriffszug die Krönung versagt blieb, weil im Abschluss die Konzentration fehlte.
Die Grünauer, die ihre Punktspiele in der Berliner Landesliga bestreiten, erwiesen sich in der ersten Halbzeit als echte Herausforderung, so dass sich zunächst ein ausgeglichenes Spiel entwickelte. Eintracht-Torwart Spielau glänzte dabei mit exzellentem Stellungsspiel, klärte mehrfach vor seinem Strafraum. Auf der Gegenseite traf König die Latte (20.), und als Alisch das Leder ins Tor beförderte, war die Abseitsfahne oben (32.). Nach Vorlage von König spielte Brezinski den Ball an Torwart Klembt vorbei, doch wehrte ein Verteidiger vor der Linie ab (38.). Kurz vor der Pause gelang Schmidt die Miersdorfer Führung. Mit einem Heber ließ er dem Schlussmann keine Chance.
In den ersten 20 Minuten der zweiten Halbzeit war Eintracht dann klar überlegen. Tauchmann schoss einen Foulelfmeter an den Pfosten (48.), doch zehn Minuten später traf König mit Freistoß von der Strafraumgrenze zum 2:0 (58.). König erzielte nach Flanke von Wolter per Kopfball auch das 3:0 (58.), Brunzlow erhöhte mit Kopfballtreffer auf 4:0 (68.).
Die Gäste setzten nun nicht etwa auf Riegeltaktik, sondern gingen in die Offensive. Die sich bietenden Räume konnten die Miersdorfer nicht nutzen. Von großen Vorteilen war keine Rede mehr. Nach Foul an Hartwig bekamen die Grünauer Strafstoß. Trainer Welzel beschwor seine Spieler, beim Elfmeter nachzusetzen. Vergeblich, Spielau wehrte ab, doch im Nachschuss erzielte Lautsch den 4:1-Endstand (73.). (Von Rainer Rosenthal) |