Nur die Krönung fehlt - Miersdorfer mit bemerkenswerter Leistung gegen FC Energie II
MIERSDORF - Mit großem Kampfgeist, taktischer Disziplin und einer knappen 0:1-Niederlage zogen sich die Landesliga-Fußballer von Eintracht Miersdorf/Zeuthen am Mittwochabend gegen Energie Cottbus II aus der Regionalliga sehr achtbar aus der Affäre. Trainer Norbert Welzel zollte seiner Mannschaft viel Lob und hielt sich auch nicht lange beim unnötigen Gegentor auf. „Eine angenehme Überraschung“, freute sich der Trainer, „doch gibt es dafür noch keine Punkte.“

Als klarer Außenseiter setzten die Miersdorfer Gastgeber verständlicherweise auf verstärkte Defensive. Als einzige Spitze bekam es Meisel meist mit mehreren Abwehrspielern zu tun, sprintete aber allen mehr oder weniger präzisen Vorlagen selbst noch in der Schlussphase hinterher, als er mit seinen Kräften am Ende schien.

Der erste Cottbuser Schussversuch von Hebler strich aus 25 Metern am linken Pfosten vorbei (6.). Auf der Gegenseite gab es die erste nennenswerte Aktion bei einem Distanzschuss von König, den Energie-Torwart Latendresse parierte (14.). Zu ihrer dicksten Chance kamen die Gäste nach einem 30-m-Freistoß von Hempel. Die Miersdorfer Abwehr konnte nicht entscheidend klären. So kam Bubalowicz auf Höhe linkes Toreck zum Schuss, doch der Ball flog am rechten Pfosten vorbei (23.). Im Gegenzug schickte König mit Steilpass Meisel mustergültig in den freien Raum. Der Ball, irgendwie vom Torhüter noch abgelenkt, landete an der Querlatte.

Nach Eckstoß von Wolter bot sich den Gastgeber eine weitere Chance. Dem Kopfball von Tauchmann fehlte aber der nötige Druck, und Latendresse hatte das Leder im zweiten Zufassen unter Kontrolle (37.). Das letzte Achtungszeichen in der ersten Halbzeit setzten die Energie-Fußballer. Reuer, der sich nach einer Kopfballvorlage mit schnellem Antritt in Position gebracht hatte, traf die Latten-Oberkante (42.).

Die Miersdorfer meldeten sich bald nach Wiederanpfiff wieder zu Wort. König nahm Bubalowicz den Ball an der linken Strafraumseite ab, sein Rückspiel kam aber etwas zu weit in den Rückraum, so dass Meisel erst noch ein bisschen kreiseln musste und mit seinem 20-m-Schuss den Cottbuser Schlussmann nicht groß in Verlegenheit brachte (49.).

Dann aber wurde die Cottbuser Feldüberlegenheit augenfälliger. Schröder, der nun das Eintracht-Gehäuse hütete, entschärfte einige brenzlige Situationen, und seine Vorderleute verhinderten, dass sich eine reine Abwehrschlacht entwickeln konnte. Doch nach 65 Minuten mussten die Miersdorfer dann den einzigen, aber alles entscheidende Gegentreffer hinnehmen. Schröder konnte zunächst noch abwehren, worauf der Ball auf die linke Angriffsseite prallte, und Hebler ins leere Tor schoss. (Von Rainer Rosenthal)