MIERSDORF - "Wir haben die Herausforderung angenommen", brachte es Trainer Uli Prüfke auf den Punkt. Seine Miersdorfer Landesliga-Fußballer machten am Sonnabend den zwei Klassen höher angesiedelten Gästen von Optik Rathenow das Siegen sehr schwer. Erst in den Schlussminuten hatte der Außenseiter noch mit 0:2 das Nachsehen und schieden aus dem Landespokal aus.
Die Gastgeber bewiesen neben großem Kampfgeist auch taktisches Geschick. Die breit angelegten Angriffe der Gäste verpufften, da die Eintracht-Abwehr die Flanken immer wieder aus der Gefahrenzone köpfte. Zudem strahlte Torhüter Schröder lange Zeit Sicherheit aus. "Es war zu sehen, dass wir Probleme haben, wenn wir das Spiel machen müssen", stöhnte Optik-Trainer Kahlisch."
Die Miersdorfer beschränkten sich aber keineswegs darauf, sich gegen die Rathenower Offensive zu stemmen. Zumindest bis zur 80. Minuten hatten sie sogar die besseren Chancen. Auf Vorlage, die Wolter von der rechten Seite trat, versuchte es Kämke mit einem Direktschuss, doch Torwart Baitz bekam das Leder im zweiten Zufassen (36.). In der zweiten Halbzeit konnte Kämke nach Zuspiel von Schmidt allein auf den Torwart zusteuern, Beitz verkürzte geschickt den Winkel und wehrte ab (50.). Als König im Strafraum zum Schuss kam, war noch ein Verteidiger-Bein im Wege (68.).
In der 78. Minute gerieten der Oberliga-Vertreter in Unterzahl. Als Aslan nach Foul an Bredow Gelb drohte, hatte er plötzlich zu viel Spucke im Mund und sah gleich noch Rot (78.). Doch kurz darauf gelang den Rathenowern die Führung. Gouhari flankte von der rechten Seite, und Torwart Schröder zeigte seine einzige Unsicherheit, so dass Pfefferkorn vor ihm zum 0:1 einköpfen konnte (80.). Nun erst wirkte der Favorit sicherer und überlegen. Richter, wie Pfefferkorn nach der Pause eingewechselt, erzielte in der Schlussminute noch das 0:2. (Von Rainer Rosenthal) |